• Düsseldorfer Geschichte

    „Düsseldorfer Golfclub & GC Hubbelrath“

Düsseldorfer Golf Club

Dank der Möglichkeit, im deutschen Amateur-Golf einen Profi für seine Mannschaftsspiele zu nominieren, ist die uralte Rivalität zwischen dem Düsseldorfer Golf Club und dem Golf Club Hubbelrath neu belebt worden. Der Düsseldorfer GC nominierte Vereinskind Marcel Siem, während der benachbarte GC Hubbelrath Maximilian Kieffer entgegenstellte. Es dokumentiert den Wettbewerbsgeist zwischen beiden Clubs, die ihre Plätze zu einer ähnlichen Zeit (1963 gegenüber 1961) erbauten. Beide beauftragten dafür zwei ebenso prominente wie rivalisierende Golfarchitekten … Der Hubbelrath-Platz ist zwei Jahre älter, also konnte sich der Architekt des Düsseldorfer Golfclubs, Fred W. Hawtree, ein genaues Bild machen, was Bernhard von Limburger bereits nebenan geschaffen hatte. Das Gelände ist sehr ähnlich: große und hügelige Landschaften dominieren beide Standorte.

Aus meiner Sicht hat der GC Düsseldorf die Nase leicht vorn. Obwohl ich ein echter Fan von Bernhard von Limburger Designs bin, hat sich im direkten Vergleich der „Besondere und Dramatische“ durchgesetzt.  Zudem waren die Fairways Ende September in einem besseren Zustand als nebenan. Der Düsseldorfer GK reiht sich in die „extrem abenteuerlichen“ Clubs ein. Das Düsseldorfer Abenteuer beginnt mit drei moderaten Löchern, und dann startet die Achterbahnfahrt, zwei Löcher früher als in Hubbelrath. Nach einer sehr leichten Entspannung nach den Frontnine, wird es zwischen den Löchern 11 und 16 richtig spaßig. Da wird dann auch mal ein Abschlag über die Zufahrtsstraße gefeuert (weder die Golfer noch Autofahrer können einander sehen). Es folgt ein Par 3, das ich eher in den Alpen verortet hätte, und ein geniales Par 5 (gefühlt in die erwähnte Achterbahn hineingeschlagen) – für mich das coolste Loch des Platzes.

Der Platz ist durchgehend eine Augenweide. Ich empfinde es als sehr schick, wenn Greenkeeper auch die Randbereiche beachten. Man hat hier häufig das Gefühl, durch einen gepflegten, englischen Garten zu wandeln. Er erfordert sehr viel Strategie, was mir immer mehr Spaß macht, als nur auf eine Autobahn breiter Fairways zu klopfen. Interessanterweise ist der Platzrekord mehr als 40 Jahre alt und liegt bei 64 Schlägen, aufgestellt von keinem anderen als einem jungen Bernhard Langer.

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Golf Club Hubbelrath

Ähnlich wie der Düsseldorfer Golf Club ist das Hubbelrath-Gelände mit seinen mächtigen Hügeln und sich schlängelnden Fairways ähnlich spaßig gebaut. Beide Clubs verzichten übrigens auf protzige Clubhäuser. Der Meisterschafts-Ostplatz wurde 1972 um den kürzeren Westplatz ergänzt, um die fast 2.000 Mitglieder des Clubs unterzubringen. In der Vergangenheit wurde hier die German Open siebenmal zwischen 1973 und 1994 ausgetragen.

Viele Löcher des Ostplatzes bieten eine Vielzahl von Risk and Reward-Schlägen für niedrige Handicapper. Mit dem Umbau des Platzes, wurde aber sichergestellt, dass er für alle Handicap-Klassen gut zu spielen ist. Die Baumgruppen, die die Fairways säumen, wurden so eingeplant, dass der Ostplatz nicht mehr so viele Bälle verschlingt. Schön ist auch, dass man immer das Gefühl hat, allein auf den Bahnen zu sein. Das Design trennt die Bahnen sehr geschickt voneinander. Für mich waren die Löcher ab Bahn 6 (bis zur 10) und dann wieder ab 14 bis zur 18 am spannendsten. Die Bahnen rund um das Clubhaus 1,9,10 und 18 sind allesamt herrlich in den Höhenunterschied eingebaut. Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte sich einen Buggy gönnen, denn es sind einige spannende Aufstiege zu bewältigen – vor allem, wenn man die Runde bei gut 30 Grad spielt… Spielen Sie einfach beidePlätze und entscheiden Sie selbst!

von A.M.

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