• Golf Club Föhr

    „Die Friesische Karibik“

Golf Club Föhr

Das Golfspiel auf der deutschen Insel Föhr hat eine lange Tradition. Die ersten Löcher wurden bereits 1926 in der Nähe des Südstrands eröffnet. Sie dienten den Gästen des nahegelegenen Sanatoriums und Internats als „Ertüchtigungsmöglichkeit“. An der Gestaltung war u. a. Golfarchitekt Bernhard von Limburger beteiligt. Es gab keinen offiziellen Club oder eine Satzung. Der Direktor des Sanatoriums entschied, wer spielen durfte und wer als Mitglied galt, oder im Vorstand war. Diese Regelung blieb bis zum Zweiten Weltkrieg bestehen.

Nach dem Krieg wurde der Platz restauriert und genoss für einige Jahre seinen alten Glanz, doch es wurde immer deutlicher, dass der nahegelegene, stark wachsende Ferienort Wyk Platz benötigte, und das Grundstück verkauft werden sollte. Daher wurde 1966 ein eingetragener Club gegründet, um ein neues Gelände weiter westlich zu erwerben. Bis 1971 wurden dort von Frank Pennink 9 neue Löcher angelegt. 1989 wurde der Platz schließlich, unter der Schirmherrschaft von Donald Harradine, auf 18 Löcher erweitert. Es folgte 2009 die Eröffnung der 9 zusätzlichen Löcher im Links-Stil. Der verantwortliche Architekt war Christoph Städler, der seinen damaligen Mitarbeiter Christian Althaus mit ins Boot holte. Kurz darauf eröffnete Althaus sein eigenes Büro, und angesichts des überwältigenden Erfolgs der neuen Löcher, wurde Althaus 2014 vom Club beauftragt, die meisten der alten 18 Löcher im gleichen Stil umzugestalten. Innerhalb von fünf Jahren hat sich der Platz dann schließlich von gutem Durchschnitt zu dem Prädikat „Spitzenklasse“ entwickelt. Mit Althaus strategischer Umgestaltung gewann der Platz größtmögliche Abwechslung hinzu. Es gibt Teiche und Übergangsbereiche, die von kargen Dünen in den Wald führen, daher ist es nicht ganz offensichtlich, wie man dieses Layout bezeichnen soll. Er ist definitiv sandig und rau und es weht eine Brise vom nahegelegenen Meer herein. Ich würde ihn als „Parklinks“ bezeichnen, mich erinnerte er ein wenig an Oitavos Dunes in Portugal.

Gut ist auch, dass seitlich nebeneinander verlaufende Löcher so weit wie möglich vermieden werden. Und jede der 9 Loch-Schleifen schafft es wieder am Clubhaus zu enden. Das bemerkenswerteste Merkmal des Platzes sind die guten Grüns: Sie sind sehr wellig und anspruchsvoll, aber in Bezug auf die Geschwindigkeit nicht übertrieben. Echte Hindernisse gibt es auf dem Platz eher wenig, das Hauptproblem ist, dass Schläge abseits der Bahnen schnell und hart bestraft werden. Der Platz ist eine echte nordfriesische Perle der „friesischen Karibik“ – wie Föhr sich im touristischen Slogan nennt. Wir haben den Platz zu zweit als Tagesgäste gespielt: Fähre morgens rüber – Tandem am Hafen geliehen – zum Platz geradelt – schöne 18 genossen – in der Abendsonne durchs Wattenmeer zurück zum Festland geschippert – mehr geht nicht!

von A.M.

Flugplatz

Föhr

Fährhafen

Wyk

Clubseite/ Greenfee

GC Föhr
€ ca. 100,-

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